|
![]() |
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Fussball in Osterreich
Die Organisation lag teils in der Hand des OFB und teils in einer selbstandigen Liga. 26 Jahre nach der Auflosung der selbstandigen Staatsliga wurde am 17. November 1991 die Fussball-Bundesliga wieder als eigener Verband ins Leben gerufen und am 1. Dezember 1991 vom OFB als 10.Ordentliches Mitglied aufgenommen. Die Bundesliga tragt heute die Verantwortung und ist Ausrichter bzw. Veranstalter fur die Meisterschaften der beiden hochsten Spielklassen in Osterreich (bezahlter Fussball in der max. Bundesliga und Ersten Division) und ist fur die Umsetzung der Toto-Jugendliga mitverantwortlich. In Zusammenarbeit mit den Vereinen vertritt sie den Berufsfussball in Osterreich. Rechtlich ist die Bundesliga ein gemeinnutziger Verein. Die 20 Vereine (10 in der max. Bundesliga, 10 in der Ersten Division) sind die ordentlichen Mitglieder des Verbandes. Nach aussen wird die Bundesliga durch den geschaftsfuhrenden Vorstand, - unterstutzt durch eine Geschaftsstelle, die zur Zeit aus zehn Angestellten besteht - vertreten, und dieser unterstutzt den Aufsichtsrat bei der operativen Umsetzung. Die Prasidentenkonferenzen der max. Bundesliga und der Ersten Division, in denen jeder Verein vertreten ist, haben beratende Funktion in allen Fragen der Bundesliga. Die Senate bestehen aus ehrenamtlichen und vereinsunabhangigen Personen. Der Senat 1 ist bei Ausschlussen und fur die Wertung der Meisterschaftsspiele zustandig, der Senat 2 fungiert als Schlichtungsstelle bei finanziellen Differenzen, der Senat 3 ist der Finanz-, der Senat 4 der Schiedsrichterausschuss der Bundesliga. Die Feststellung der wirtschaftlichen Leistungsfahigkeit fur die Erteilung einer Lizenz fur die max. Bundesliga und/oder die Erste Division erfolgt in erster Instanz durch den Senat 5, den Bundesliga-Lizenzausschuss. Eine wichtige Rolle im operativen Bereich spielen der Jour Fixe der Manager der max. Bundesliga und der Ersten Division unter der Fuhrung des geschaftsfuhrenden Vorstandes. In diesen Gremien werden alle aktuellen Themen behandelt. Primar werden gemeinsame PR-, Marketing-, Image-Projekte und -Aktivitaten initiiert und umgesetzt. Die Bundesliga hat die Verantwortung fur eine positive Entwicklung des Fussballs in der Spitze, vor allem aber auch im Nachwuchs, in Zusammenarbeit mit den Vereinen, zu ubernehmen. Unter anderem sind dies: das Lizenzierungsverfahren (ein wirtschaftliches Controlling der Vereine), Bestrebungen fur ein eigenes Gesetz fur den Berufsfussball geplanter Abschluss eines Kollektivvertrages, die TV-Vermarktung, zentrale Sponsoraktivitaten, gemeinsame Marketing-Aktivitaten aller Vereine, Installierung der Managementakademie und die Einfuhrung des max. Hallencups. Neben strukturellen und organisatorischen Inhalten hat sich die Bundesliga vor allem dem internationalen Trend - Liga und Vereine als Wirtschaftsunternehmen zu sehen -verantwortungsbewusst zu stellen. Im Gegensatz zu Osterreich sind in Deutschlan der Meister und Vizemeister automatisch fur den reformierten Europapokal-Wettbewerb startberechtigt. Der Dritt- und Viertplatzierte der Bundesliga konnen sich ebenfalls fur die "Konigsklasse" qualifizieren. Sie steigen in die dritte Qualifikationsrunde ein. Den Teilnehmern dieser Runde ist im Falle des Ausscheidens ein Startplatz im UEFA-Pokal garantiert. In Osterreich steigt nur der Erstplazierte in die dritte Qualifikationsrunde ein. Genau wie in Deutschland ist im Falle eines Scheiterns ein Startplatz im UEFA-Pokal garantiert. Aus der Eurospin-Umfage entnahmen wir folgende Ergbnisse: Von 459 Befragten spielen ca 22% regelmassig, ca. 15% oft, rund 31% manchmal und 32% nie Fussball. Der Stellenwert von Fussball im Gegensatz zu anderen grossen Fussballnationen (Italien, Spanien) ist eher gering. In Osterreich gibt es ca 2300 offiziell angemeldete Vereine. Harry, Michi, Steve TAEKWONDO TAEKWONDO, neue Spuortart erklimmt den Olymp Taekwondo ist die nationale koreanische Form der fernostlichen Kampfkunste unter der Philosophie des Zen. In einfacher Ubersetzung bedeutet es: Tae = so viel wie springen, stossen, treten, steht fur Beintechniken / Kwon = wortlich: Faust kennzeichnet die Handtechniken/ Do = ubersetzt: Weg, System, Methode) , der philosophische Hintergrund aller asiatischen Kampfkunste. DO geht weit uber das rein Sportliche hinaus und soll im geistigen und korperlichen Reifeprozess jedes Aktiven erkennbar sein. Es geht nicht nur darum, Selbstverteidigungs- und Wettkampftechniken bestmoglich zu erlernen, sondern durch Disziplin und Korperbeherrschung die eigene Personlichkeit zu bilden, den Charakter zu schulen und Menschlichkeit zu uben. Durch eigenstandiges Gehen und Handeln beginnt man eigenstandiges Denken, womit der Grundstein zu einem eigenstandigen Leben gelegt wird. Taekwondo ist im ubertragenen Sinne eine Lebensschule fur Geist und Korper! Wie viele Leute betreiben diesen Sport? Um zu veranschaulichen, wie viele Menschen Taekwondo betreiben, haben wir das Beispiel Fussball zum Vergleich herangezogen. Das Verhaltnis von Fussballspielern zu Taekwondokampfern zeigt grosse Unterschiede auf. In Osterreich kommt auf etwa 35 Fussballer ein Taekwondosportler, in Frankreich ist das Verhaltnis ahnlich. Die dortige Beziehung zwischen den beiden Sportarten betragt 46:1. Im fussballfanatischen Deutschland dagegen kommt auf 133 Kicker ein Kampfsportler. In Sudkorea,
dem Heimatland des Taekwondo, ist das Verhaltnis genau umgekehrt: Cirka
75% der Bevolkerung beschaftigen sich dort mit diesem popularen Kampfsport. Daruber hinaus entwickelt sich aber insbesondere die eigene Personlichkeit weiter. Dies setzt naturlich die Anleitung durch einen Lehrer voraus, der selbst bereits diese Entwicklung durchgemacht hat. Was lasst sich nun alles mit Taekwondo erreichen: Korperliche Aspekte: Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer, Koordination und Gleichgewichtssinn sowie Korper-Verstandnis. In Kampfkunsten erlernt man nicht nur wie der Bewegungsapparat des Korpers funktioniert, sondern - vielleicht noch wichtiger - auf die Signale seines Korpers zu horen. Charakterliche Aspekte: Uber den Weg der korperlichen Anstrengung sowie der Beachtung der Verhaltensregeln erreicht man daruber hinaus auch eine Fortbildung der Personlichkeit. Dieser Weg ist aber lang und schwer zu gehen. Einige Beispiele fur Dinge die man auf diesem Weg finden kann, so man bereit ist, diese anzunehmen: Selbstsicherheit, Erkennen eigener Grenzen, Respekt anderen Menschen gegenuber, Bescheidenheit und innere Ruhe. General Choi Hong Hi nennt in seinem Buch Taekwondo folgendes als Grundsatze des Kampfsports: Hoflichkeit, Integritat, Durchhaltevermogen, Selbstdisziplin und Unbezwinglichkeit. Osterreichischer Taekwondo Verband (OTDV) Geschichte Der Osterreichische Taekwondo-Verband ist einer der altesten Verbande Europas. Bereits 1965 kam Taekwondo durch KWON Jae Hwa nach Osterreich. Kurz darauf ubersiedelte LEE Kyong Myong nach Innsbruck und wenig spatter wurde der Verband gegrundet. In den ersten Jahren blieb der Verband auf Westosterreich beschrankt. 1975 kam LEE Kwang Bae nach Wien und mit ihm das neue Regelwerk samt Techniken der WTF. Kurz darauf wurde der OTDV um die Landesverbande Wien und Steiermark erweitert, in weiterer Folge kamen schlie?lich alle anderen Bundeslander hinzu. Einen grossen Sprung vorwarts bedeutete die staatliche Anerkennung des OTDV durch die Osterreichische Bundessportorganisation Anfang der 90-er Jahre, zuerst als provisorisches und schliesslich als Vollmitglied. Entscheidende Weichenstellungen Richtung Spitzensport erfolgten 1995 und 1996, als die Zusammenarbeit mit dem IMSB (Institut fur medizinische und sportwissenschaftliche Betreuung) in Wien eingeleitet wurde. In der Folge war der OTDV einer der wenigen augewahlten Verbande im Rahmen der Spitzensportprojekte der BSO mit dem Ziel Olympia 2000. Die Qualifizierung und Teilnahme eines osterreichischen Taekwondo-Sportlers (Tuncay Caliskan) war ein erster Erfolg der leistungssportorientierten Ausrichtung des OTDV. Die Verbreiterung dieses Sportes bei gleichzeitiger Forderung der Spitzenleistungen ist das Ziel des OTDV. Lukas Negrin und Markus Hopf
Auf stillen Pfaden, abseits der Offentlichkeit und des Verkehrs, fern vom applaudierenden Publikum, aber dafur so nahe am Pferd und der Natur wie es uberhaupt moglich ist: das ist Reiten. Die Geschichte des Reitens ist jung, immerhin jagte der Mensch bis vor 4000 Jahren Pferde zur Nahrungsversorgung ehe er vor 2000 Jahren die fur Jahrhunderte erfolgreiche Kooperation mit dem Pferd eingehen sollte. Erste Darstellungen von Pferden stammen aus dem 14.Jahrhundert vor Christi Geburt aus dem alten Agypten. Im antiken Griechenland wurde der Reitsport zur Kunst erhoben, um ihn spater im romischen Zirkus dem Volk zuganglich zu machen. Jahrhundertelang diente das Pferd dem Menschen als Nutztier und Gefahrte. Erst diese Partnerschaft ermoglichte dem Menschen den Aufstieg zur heutigen Hochkultur. Wahrend die Kraft des Pferdes nach der Industriealisierung an Bedeutung verlor, erlangte es den Status eines Freizeit- und Sportpartners. Im Jahre 1912 wurden durch das Olympische Komittee drei Pferdesportdisziplinen anerkannt. Heute widmen sich mehr und mehr Menschen der Freizeitbeschaftigung Reiten. Trotzdem ist der Prozentsatz an aktiven Reitern, speziell Jugendlichen, immer noch gering. Die Eurospin-Umfragen haben ergeben, dass Frankreich dicht gefolgt von Deutschland den hochsten Anteil an passionierten JungreiterInnen hat. Osterreich weist nur knapp den halben Anteil begeisterter PferdesportlerInnen auf, wahrend von den befragten Griechen sich niemand aussprach, regelma?ig reiten zu gehen. In allen Umfragelandern bekannten sich viele dazu niemals zu reiten, geschweige denn sich dafur zu interessieren. Diese Tatsache beruht auf der vielfach vorhandenen Meinung: Reiten sei ein teurer Sport. Dennoch werden zumindest in Osterreich die Reitmoglichkeiten flachendeckender und zunehmend gunstiger. Reiten zahlt schon lange nicht mehr zu irgendwelchen elitaren Sportarten und wird mehr Jugendlichen zuganglich. Bei kaum einer Sportart ist man so der Natur verbunden wie Pferd und Reiter. Mahlberg Christoph, Ziai Khalid, Jettmar Philipp, Groi Daniela Um die Bedeutung dieser Freizeitbetatigung fur den begeisterten Naturfreund darzulegen unterhielten wir uns mit Frau Professor Eidler-Kraft vom BG&BRG-Schwechat, einer passionierten Reiterin und Reitstallbesitzerin. Christoph Mahlberg: Was fasziniert sie so am Reiten Eidler-Kraft: Die Bewegung mit dem Pferd gemeinsam. Die Bewegung in frischer Natur, wenn man ausreiten kann. Das Pferd ist kein "ubliches Sportgerat", sondern ein Partner und es macht Freude mit einem Tier zu arbeiten. Mahlberg: Wie nahe komme ich wirklich der Natur beim Reiten? Eidler-Kraft: Sehr nahe, weil ich kann viele Tiere nicht einmal wenn ich zu Fuss unterwegs bin so sehen wie beim Reiten. Es gab vor Jahren eine Studie von Antal Festetics, der extra einige Filme gedreht hat Wildtiere aus dem Sattel beobachtet. Man kommt durch den Geruch des Pferdes, der ja sehr weit reicht, einem Wildtier wesentlich naher, als man als Mensch allein dem Tier nahe kommen konnte. Mahlberg: Welchen Stellenwert hat Reiten fur Sie? Eidler-Kraft: Einen sehr grossen! Aber ich wurde jetzt nicht sagen"Reiten ist fur mich das Leben." Also wenn ich von heute auf morgen nicht mehr reiten konnte, tate es mir sehr Leid, aber ich wurde damit leben konnen. Es bedeutet nicht die absolute Welt fur mich, aber es ist wunderschon. Mahlberg: Wie wurden sie ihren Bezug zu Pferden beschreiben? Eidler-Kraft: Mein Bezug ist vor allem partnerschaftlich, aber das Tier muss mich mehr oder weniger als Herdenfuhrer anerkennen. Pferde sind Herdentiere und Fluchttiere und sie mussen vertrauen zum Menschen haben. Denn wenn sie das Vertrauen nicht haben, dann bekommen sie Angst und sind so teilweise unkontrollierbar und das ware jammerschade. Mahlberg: Ja, ahnliche Erfahrungen habe ich auch schon gemacht, wo das Pferd zum Stall fluchtete und der Reiter hinterherrannte. Eidler-Kraft: Ja, das ist schlecht! (lachend...) Mahlberg: Sehen Sie Reiten eher als Sport oder als Hobby? Eidler-Kraft: Beides! Ich habe auch schon oft an sportlichen Wettbewerben teilgenommen, allerdings ist es unheimlich wichtig, dass man eben auch bei einem Wettbewerb das Pferd nicht als Sportgerat sieht, sondern als Partner. Nicht um jeden Preis - sprich uber die Gesundheit des Pferdes hinweg - versucht hier tolle Leistungen zu erbringen, die das Pferd womoglich nicht mittragen kann, was man auch leider bei Bewerben immer wieder sieht. Fur mich ist es naturlich ein Sport, aber auf der anderen Seite einfach dadurch, dass ich die Pferde selbst bei mir stehen habe ist es ein sehr intensives Hobby, weil ich eben in der Fruh, zu Mittag, am Abend, futtere, putze und naturlich auch alles andere mache. Das hei?t, ich beschaftige mich sehr intensiv mit den Tieren. Mahlberg: Ist der Reit-Leistungssport wie zum Beispiel das Springreiten, Tierqualerei? Eidler-Kraft: Nur sehr selten, Gott sei Dank. Aber gerade der Hochleistungssport kann nicht mehr "gegen das Tier", sondern nur mit dem Tier durchgefuhrt werden. Wenn man jetzt in der Stadthalle einen Hugo Simon uber den Parcours fegen sah, hat man gesehen, dass das absolute Harmonie ist. Wenn man allerdings in kleineren Springen Reiter auf den Pferden hangen und uber die Hindernisse prugeln sieht, dann gerat das manchmal schon sehr an den Rand der Tierqualerei, wobei normalerweise sofort Konsequenzen gezogen werden, in dem die Reiter wegen unsportlichem Verhaltens ausgeschlossen beziehungsweise verwarnt werden und dann die "gelbe Karte" oder die " Lizenz" entzogen bekommen. Mahlberg: Reiten Sie gerne in die Natur aus? Eidler-Kraft: Naturlich, das ist das absolute Highlight. Wir gehen wahrend des Schuljahres normalerweise einmal in der Woche ins Gelande, am Sonntagvormittag, wahrend der Ferien reite ich oft jeden Tag in der Fruh aus. Die Feinde der Freizeit Tja, da hetzt man so durch das Leben, tagein, tagaus, ist standig in Eile, hat fur nichts Zeit. Montags Wahlpflichtfach Physik, am Dienstag muss der Hund zum Tierarzt, und Mittwoch? Nein, da schon gar nicht, am Mittwoch hat Oma Geburtstag, und so weiter und so fort. In der heutigen Zeit stehen selbst Jugendliche unter Dauerstress. Viele beschweren sich, dass ihre Freizeit massiv eingeschrankt ist. Die Grunde dafur sind vielfaltig: ehrgeizige oder strenge Eltern, Hausaufgaben und Schularbeiten, eifersuchtige Partner und diverse andere Verpflichtungen. War das fruher anders? Haben sich die Zeiten wirklich so geandert? Wohlkaum! Es haben sich nur die Gunde fur Freizeitmangel verschoben. Heute nehmen Schule und Freunde, damals nahm Mithilfe bei der Arbeit und das Beisammensein mit der Familie einen hohen Stellenwert ein. Das ist aber nicht uberall so. In Griechenland zum Beispiel ist der Kontakt innerhalb der Familie viel starker als in Deutschland, das beweist die untenstehende Grafik. Liegt das an der Mentalitat der Leute? Oder an der anderen Lebensweise? Wer weisst! Bevor man sich eingehender mit den Sachen, die uns an unserer wohlverdienten Freizeit hindern, befasst, sollte man sich Gedanken daruber machen, was dieser Begriff eigentlich fur uns bedeutet. Freizeit, das heisst freie Zeit. Ist freie Zeit immer mit Vergnugen gleichzusetzen? Kann verplante Zeit nicht auch Spass machen? Demnach ware es vielleicht sinnvoll, das Wort Frei-zeit durch Freu-zeit zu ersetzen. "Geh' endlich den Mull ausleeren! Und deine Hausaufgaben hast du sicher auch noch nicht gemacht!" Satze dieser Art hat sicher schon jeder gehort, wenn vielleicht auch in schon langst vergangenen Zeiten. Eltern legen zumeist grossen Wert auf kleine Dinge. Die Mithilfe im Haushalt, passable Noten in der Schule und die Teilnahme an Tante Hannas Kaffeekranzchen sind fur diese Spezies enorm wichtig. Anscheinend hat sie sich zum Ziel gesetzt, ihre Spro?linge zu ordentlichen und zivilisierten Burgern heranwachsen zu lassen. Da Jugendliche von diesem Vorsatz selten begeistert sind, lasst die Situation mit ziemlicher Sicherheit auf Konflikte schlie?en. Hausarrest und sonstige Strafen sind oft die Folge. Auch in der Schule wird einem das Leben schwer gemacht. Lehrer sind haufig der Meinung, dass ihr Fach das einzig wichtige sei. Prufungen, Schularbeiten und Hausubungen sind die "Foltermethoden" unseres Jahrhunderts. Aber mit einer guten Terminplanung lassen sich auch diese Probleme bewaltigen. Nachmittagsunterricht stellt ein weiteres Hindernis dar. Speziell ab der 6. Klasse, in der die Wahlpflichtfacher beginnen,verbringen Jugendliche mehr Zeit in der Schule. Insbesondere Schuler von ausserhalb empfinden das als unangenehm. Am spateren Nachmittag verkehren Busse und Zuge nicht besonders regelma?ig, dadurch entstehen fur manche unangenehme Wartezeiten. Viele junge Menschen betreiben gerne Sport. Oftmals finden sich in der naheren Umgebung keine passenden Moglichkeiten. Besonders in landlichen Gebieten steht meist kein breite Palette an den gewunschten Sportarten zur Verfugung. Ein weiteres Problem fur sportlich interessierte Jugendliche ist haufiges Training. Zeit fur Freunde, Kino etc. bleibt da kaum. Mit Hilfe guter Planung kann man fast alle Hindernisse beseitigen. Wer seine Aufgaben sofort erledigt und kontinuierlich in der Schule mitlernt, kennt solche Schwierigkeiten fast nicht. So eine Verhaltenswiese erfordert naturlich viel Disziplin und trotz aller guten orsatze wird sie selten beachtet. Also gilt, wie schon immer, sich einfach irgenwie durchwurschteln. Bis jetzt hat es noch jeder geschafft. Raffaela Pollak Beherrschen uns die Computer Jedes Jahr werden davon noch Bessere, Schnellere und Kleinere mit noch mehr Speicherkapazitat hergestellt. Die Rede ist von einem der heutzutage wichtigsten Informations- und Kommunikationsmittel; dem Computer. Sie werden fast uberall mit dem gleichen grossen Erfolg eingesetzt. Sei es daheim, bei der Textverarbeitung, zur Steuerung hochmoderner Dusenflugzeuge oder als Grossrechner, die ganze Firmen beinahe alleine koordinieren. Ein Leben ohne sie ist fur viele kaum mehr vorstellbar. Computer benotigen Soft- und Hardware, um zu funktionieren. Unter Hardware fallt das Materielle, wie zum Beispiel der Tower, die Maus, das Keyboard, der Monitor und Datentrager, wie Disketten und CDs. Als Software bezeichnet man virtuelle Programme, wie beispielsweise die Benutzeroberflache Windows oder das bekannte Textverarbeitungsprogramm Word. Seit einigen Jahren ist bei Computerbenutzern das Internet hoch im Kurs. Dort ist es moglich, von Lebensmitteln uber Kleidung bis hin zu Cds alles zu kaufen. Man kann einen Urlaub buchen oder Bankgeschafte erledigen. Das Netz kann auch als weltweites Kommunikationsmittel genutzt werden. Zum Beispiel zum Chatten oder Mailen. Durch das Internet ist es bestimmten Berufsgruppen sogar moglich, ihre Arbeit von daheim aus zu erledigen. Das Hauptaugenmerk der meisten User liegt eher auf der Software. Das liegt zweifellos an einer bestimmten Gruppe von Softwareprogrammen, den Spielen. Es gibt mehrere Arten von Spielen. Das beliebteste Genre besonders bei mannlichen Spielern, ist die Action. Das sind Programme, bei denen das Ausschalten von Gegnern im Vordergrund steht. Ausserdem sind Strategie- und Adventurespiele sehr beliebt. Madchen bevorzugen eher Jump and Runs. Es ist aus diesen Statistiken ersichtlich, dass die Burschen generell ofter vor dem PC sitzen als die Madchen. Vor allem in Deutschland ist das besonders extrem. Au?erdem verbringen die Griechinnen wesentlich mehr Zeit vor dem Computer als beispielsweise die FranzosInnen oder die deutschen Schulerinnen und Schuler. Auch in Schulen wird die Informatik immer mehr unterrichtet. Jede moderne Schule hat bereits eigene Computersale. Diese Entwicklung ist zwar phanomenal, doch trotzdem sollte man auch ihre Schattenseiten ins Auge fassen. Sie vergrossern das Risiko der Isolation, da vor allem viele Jugendliche ihre Freizeit nur mehr vor dem PC verbringen und so kaum noch aktive Freundschaften pflegen oder Sport treiben. Ein grosser Nachteil ist auch, dass die Computer Arbeitsplatze kosten. Ein Unternehmer spart durch den Einsatz solcher Gerate eben viel Geld! Fur Schulabganger werden die Chancen also immer schlechter werden, eine angemessene Arbeit zu bekommen. Doch trotzdem werden munter immer schnellere Computer gebaut, die unsere Moglichkeiten immer mehr erweitern und dadurch auch immer mehr Probleme verursachen. Da kann man nur noch sagen: Ein Hoch auf den Fortschritt! Osterreich
Frankreich
Griechenland
Deutschland
Sabine Gutjahr, Bernhard Zapletal, Roman Vrable Radeln an erster Stelle Die zahlreichen Umfragen des Eurospin-Projektes ergaben, dass viele Jugendliche in ihrer Freizeit bestimmte Sportarten ausuben. Naturlich ist es bei einer so breiten Skala, die von Skateboardfahren bis Tauchen reicht, nicht moglich, alle Ergebnisse miteinander zu vergleichen, aber wenn man zum Beispiel einen Landervergleich zwischen Osterreich und Griechenland anstellt, sorgen einige Ergebnisse fur Uberraschungen. Doch zuerst ein paar allgemeine Gedanken: Sport kann das starke Gefuhl der Gemeinschaft und Gruppenzugehorigkeit vermitteln, trotzdem teilt er die Gesellschaft in wesentliche Gruppen: Einerseits in die Gruppe der Menschen, die Sport betreiben und in jene, die keinen Sport betreiben. Weiters unterscheiden wir zwischen Leuten, die es sich leisten konnen, Sport zu betreiben oder damit ihren Lebensunterhalt verdienen und jenen, die dafur nicht genugend Geld aufbringen konnen. Naturlich ist es vorerst Geschmackssache, ob man sich dafur entscheidet, etwas fur seinen Korper zu tun. Steht jedoch nicht ausreichend Geld zur Verfugung, muss man sich eine andere Form der Freizeitgestaltung uberlegen. Gerade in unserer heutigen Konsumgesellschaft ist letzten Endes die teure Ausrustung ausschlaggebend, fur welche Sportart man sich entscheidet: "No sports" kann also durchaus auch finanziellen Ursprungs sein. War fruher z.B. Tennis ein elitarer Sport, so ist er heute schon ein beliebter Breitensport. Hier zeigt sich deutlich, wie sich sowohl gesellschaftliche Werte als auch soziale Normen andern. Im Gegensatz dazu war Fussball immer schon ein Volkssport, nicht zuletzt wegen der individuell geringen finanziellen Kosten. Diese Sportart wird auch gerne subventioniert, da auch nicht Aktive gerne bei einem Match zusehen. Ebenso gehoren etwa Laufen, Radfahren, Ski fahren und Schwimmen in diese Gruppe. Des Weiteren teilt Sport auch die Sportler untereinander in viele verschiedene Gruppen, die sich - von der Sportart abhangig - vollkommen unterschiedlich, wenn auch nicht immer sofort nachvollziehbar gestalten. Ein Beispiel dafur: Der ewige Konflikt zwischen Snowboardern, Skifahrern und Carvern. Man sollte meinen, dass auf den Skipisten Platz genug fur alle ist, aber dem ist offensichtlich nicht so. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen, deren Hauptursache unbegrundete Vorurteile darstellen. Da heisst es immer wieder: Skifahrer: Die Snowboarder sind doch alle rucksichtslos und ausserdem viel zu schnell unterwegs! Skifahrer uber Carver und umgekehrt: Die Carver/Skifahrer sind allen mit ihren Riesen-/Minibogen nur im Weg. Die sollen gefalligst woanders fahren! Snowboarder: Die mit ihren zwei Bretteln sind doch total uncool! Bei allen Streitereien und Konkurrenzkampfen hat Sport dennoch auch seine positiven Seiten: Man kann einem Verein beitreten und gemeinsam einen Sieg erringen. Auch bietet sich die Moglichkeit, sein Ziel ohne fremde Hilfe zu erreichen, und ein eventueller Sieg freut dann doppelt. Wer Sport treibt ist wissenschaftlich erwiesen gesunder und leistungsfahiger. Trotzdem gilt auch hier: Alles nur mit Mass und Ziel! Denn ubermassige Belastung schadet dem Korper. Zum Schluss ein wenig uber die Sportvorlieben der Osterreicher und Griechen: In Griechenland uben nur wenige Jugendliche Wassersportarten wie Tauchen (9% regelmassig, 65% nie) und Windsurfen (1% regelmassig, 86% nie) aus. Beim Schwimmen sieht es zwar schon besser aus (nur 10% nie) aber dennoch gehen nur 20 % der Griechen regelmassig schwimmen. Andererseits sind in Griechenland die Ballsportarten Volleyball (15% regelmassig, 40% ofter) und Basketball (33% regelmassig, 41 % ofter) sehr beliebt, Handball dagegen ganz und gar nicht. (0 % regelmassig, 89% nie). Ein paar der beliebtesten Sportarten in Osterreich: Fussball (25% regelmassig), Fahrrad fahren (42% regelmassig) und Schwimmen (22% regelmassig). Weniger beliebt sind z.B. Handball (0% regelmassig) und Wasserski (1% regelmassig). Die mit hochster Regelmassigkeit ausgeubte Sportart ist Fussball. Stefanie Beeinflussung der Sportartenauswahl durch Kosten fur Sportgerate und anderes Zubehor Bei einer Umfrage des EUROSPIN-Projektes im BG/BRG Schwechat wurden 77 osterreichische Jugendliche zum Thema Sport befragt. 25 dieser Schuler treiben sehr haufig Sport, 29 weitere ofters. Nur eine der befragten Personen tut es nie. Bei der Auswertung der Antworten uberlegten wir, ob Schuler ihre Sportarten nach den Kosten fur etwaiges Zubehor auswahlen. Eine mogliche und logische Folge dessen ist eine Unterteilung der Gesellschaft. Es besteht die Gefahr, dass sich Sportarten fur Reiche bilden. Kinder aus armeren Familien haben durch die hohen Preise fur notiges Zubehor nicht die Moglichkeit, den von ihnen gewunschten Sport auszuuben oder Talente zu entdecken. (Das bezieht sich naturlich nicht nur auf den Sport, sondern ist allgemein gultig.) Ob diese Kosten jedoch in diesem Bereich die Auswahl der sportlichen Aktivitaten beeinflusst, lasst sich, zumindest bei der kleinen Gruppe von Befragten nicht mit Sicherheit feststellen, da wir nicht uber deren Vermogensstand Bescheid wissen. Man sieht also, dass es sehr wohl einen Kostengrund fur die Ausubung einer Sportart gibt. Allerdings muss man bedenken, dass naturlich hauptsachlich die Interessen der Jugendlichen ausschlaggebend fur diese Entscheidung sind.
Die Lehrer des Gymnasium Schwechat versuchen sich zu engagieren und den Unterricht mit Hilfe von diversen Projekten lockerer und abwechslungsreich zu gestalten. Obwohl durch die Sparma: nahmen das Angebot eingeschrankt wird, bemuht man sich dennoch, frischen Wind in den grauen Schulalltag zu bringen. Die wichtigste Neuerung ist ohne Zweifel die EVA-Klasse. Ja, aber was ist das eigentlich? EVA steht fur EigenVerantwortliches Arbeiten. EVA wurde im Schuljahr 1999/2000 zum ersten Mal in einer ersten Klasse unter der Leitung von Herrn Professor Exler gestartet. Durch die positiven Ruckmeldungen und den guten Erfolg wird das zuerst als Schulversuch angesehene Projekt nun regular weitergefuhrt. Das Ganze geht folgenderma?en vor sich: Zu Beginn jeder Woche bekommen die SchulerInnen Arbeitsauftrage, die sie selbststandig erfullen mussen. Sie konnen dabei eigenmachtig entscheiden, was sie in der Schule und was zu Hause erledigen wollen. Die Reihenfolge spielt dabei keine Rolle: dem kreativen Arbeiten sind somit keine Grenzen gesetzt. Am Ende der Woche wird das Erarbeitete naturlich vom zustandigen Lehrer verglichen und korrigiert. Kleine Information am Rande: sogenannte Kennenlern-Projekte ermoglichen den spateren ersten Klassen, sich in der neuen Umgebung einzugewohnen, die anfangliche Unsicherheit zu uberwinden und die Mitschuler - deswegen auch der Name -kennenzulernen. In Schwechat gibt es dadurch die Moglichkeit, das "offene Lernen", das oftmals schon in der Volksschule begonnen wird, fortzufuhren, was wiederum den weiteren Bildungsweg (Universitat!) erheblich erleichtert. Denn spatestens dann liegt es an einem selbst, seine Aufgaben einzuteilen und zu organisieren. Wer sich besonders fur EVA interessiert und dieses Unterrichtsmodell fur seine Kinder in Erwagung zieht, kann sich auf der Homepage des Gymnasiums (www.bg-schwechat.asn-wien.ac.at) genauer daruber informieren. Im vergangenen Schuljahr wurde zudem eine zusatzliche Initiative zur Sauberhaltung des Schulgelandes ins Leben gerufen. Das Motto dabei lautete: "Wir lassen den Abfall nicht von uns abfallen". Folgende Aufgabenstellung: Jede Klasse war eine Woche lang dazu verpflichtet, die auf den Gangen befindlichen Mistkubel auszuleeren, das Stiegenhaus aufzukehren (=> Essensreste) und den Raucherhof mit einem speziellen Sauger von Zigarettenstummeln zu befreien. Das anfanglich belachelte Programm stellte sich als erfolgreich heraus, und das Schulhaus ist merklich sauberer. Eines der letzten Projekte an unserer Schule vor der Einstellung aller Aktivitaten seitens der Lehrer als Antwort auf die Sparma nahmen der Regierung war das Projekt "Schuler interpretieren zeitgenossische Literatur". Die Aufgabe der Schuler bestand darin, nach der Lekture eines Werkes des von ihnen ausgewahlten Autors, dieses in Gruppen zu besprechen und auf kreative Weise zu interpretieren. An dem Projekt beteiligten sich namhafte osterreichische Autoren wie z.B. Gerhard Roth, Peter Henisch, Martin Auer oder Michael Donhauser. Hohepunkt des Projektes war die Ehrung der besten Schulerarbeiten zur den Autorentexten im Rahmen einer aufwendigen, dreistundigen Abschlussveranstaltung, von der den Teilnehmern ganze zehn Minuten gewidmet waren. Die restliche Zeit beanspruchten Dichterlesungen sowie Darbietungen verschiedener Schulklassen. Aus unserer Klasse wurden zwei von drei Gruppen mit Buchpreisen pramiert. Weitere Projekte waren beispielsweise: die Winter-School, bei der Native Speakers an unser Gymnasium gekommen sind, um mit den Unterstufenklassen intensiv zu arbeiten, zahlreiche Internetprojekte (das EU-Umweltprojekt e- Hermes, ein facherubergreifender naturwissenschaftlicher Unterricht im Rahmen des Comenius-Projektes, ...), die Chemie-Olympiade und die Waldjugendspiele unter der Leitung von Herrn Professor Czeija. Naturlich ist dies nur ein Auszug an Projekten, die am Gymnasium Schwechat gelaufen sind. Wir hoffen, dass wir Ihnen zumindest einen kleinen Einblick in unsere Aktivitaten gewahrleisten konnten. Daniela Auer, Bettina Melichar, Jasmine Prasch SPORTWOCHEN INS EXIL ? ZUKUNFTSVISIONEN EINER SCHULE Rund 800 Schuler und etwa 70 Lehrkrafte begeben sich taglich in die AHS Schwechat. Das in der Ehrenbrunngasse befindliche Bundes(real)gymnasium setzt sich dafur ein, Schulern die bestmogliche Ausbildung zu bieten. Jedoch wurden auf Grund der Sparmassnahmen der Regierung die Moglichkeiten fur abwechslungsreiche Unterrichtsgestaltung eingeschrankt. Das BG/BRG Schwechat hat daher als erste Schule Niederosterreichs bereits begonnen, auf diese massive Beeintrachtigung unseres Bildungssystems zu reagieren. So wurden nach mehreren Dienststellenversammlungen der Lehrkrafte mit sofortiger Wirkung Angebote, die den Schulern den anstrengenden Alltag angenehmer machten, eingespart und finden ab sofort nicht mehr statt. Betroffen sind alle Schuler von der ersten bis zur achten Klasse, denn jeder muss von nun an auf selbstverstandlich Gewordenes verzichten. Das Streichen von Skikursen, Sportwochen sowie Ausflugen und Exkursionen ist vor allem fur die Schuler der Unterstufe eine grosse Einbusse. Gemeinsame au?erschulische Aktivitaten konnen sehr forderlich fur die Klassengemeinschaft sein, unterstutzen die Selbststandigkeit und lockern den Unterricht auf. Auf ein weiteres Highlight, das erst letztes Schuljahr seinen Anfang fand, muss ab jetzt verzichtet werden: das Projekt "Winter-school" der dritten Klassen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden alle Facher zwei Wochen lang in englischer Sprache unterrichtet um die Sprachverstandlichkeit und die Aussprache zu verbessern. Ausserdem finden keine Aktivitaten, bei denen Lehrer mitorganisieren, mehr statt. Darunter fallen zum Beispiel Freifacher (Volleyball, Basketball, Jonglieren, u.a.), Sprachreisen in der Oberstufe, Sportturniere, Weihnachtsfeiern und die Teilnahme an nationalen Wettbewerben (wie die Chemieolympiade). Das erst vor einiger Zeit eingefuhrte von den Schulern selbst organisierte Buffet fallt ebenso den Sparmassnahmen zum Opfer. Die wohl grosste Einbusse fur die Oberstufenschuler ist der Ausfall des Matruraballes. Obwohl viel davon von den Gymnasiasten selbst organisiert wurde (Tombola, Dekoration, Eroffnung und Mitternachtseinlage u.a) , muss auf diese Festivitat erstmals nach 24 Jahren verzichtet werden. Ein ebenso langjahriger Bestandteil der Schule war der Jahresbericht, durch den sowohl die Schuler als auch die Eltern und Lehrer die Moglichkeit hatten, die Geschehnisse des vergangenen Schuljahres nachzulesen. Es stellt sich naturlich jetzt die Frage, warum diese Massnahmen eigentlich notwendig sind. Der Grund ist, dass durch die Einsparung Lehrer je eine Stunde mehr halten mussen und jungere Kollege dadurch keine Vertragsverlangerung mehr erhalten werden. Es bleibt offen, ob die Reaktionen der Lehrer sinnvoll sind und diese zu Verbesserungen fuhren. Fur die Schuler ist es jedenfalls zu hoffen, dass die Schulen wieder zu ihrer alten und gewohnten Ordnung zuruckkehren werden. Edith Kratky, Anna Muhlberger, Katharina Peham, Karin Staber, Lisi Watzl Vom grauen Altbau in eine rosige Zukunft Ein Ruckblick auf die vergangenen zehn Jahre zeigt eine massive Veranderung und Weiterentwicklung des Bundes(real)gymnasiums Schwechat. Nach einer Renovierung des kompletten Gebaudes prasentiert sich die Schule in einem neuen Gewand. Von nun an war sowohl den Jugendlichen als auch den Lehrern ein abwechslungsreiches Schulleben gewahrleistet. Sonderunterrichtsraume fur Naturwissenschaften, Musik, Zeichnen sowie textiles und technisches Werken ermoglichen einen gegenstandsnahen Unterricht. So wird dem Schuler nicht nur die trockene Theorie vor den Kopf geworfen, er wird auch praktisch in den Unterricht miteinbezogen: von chemischen Experimenten, uber physikalische Versuche, bis hin zum selbststandigen Musizieren. Selbstverstandlich zahlen auch zwei Turnsale zum Repertoire des BG und BRG Schwechat. Eine Erneuerung stellen die Spinde dar, die jedem Schuler gegen Kaution vermietet werden konnen. Das Gymnasium hat die Bedeutung des Internet erkannt und dieses unentbehrliche Medium in das Schulleben erfolgreich integriert. Das Gebaude verfugt uber zwei Informatiksale. Diese sind auch ausserhalb des Unterrichts fur die Schuler zuganglich. Eine jahrliche Gebuhr muss deswegen von diesen beigesteuert werden. Jedoch sind mit der Nutzung der EDV-Raume Probleme verbunden. Auf Grund der hohen Schuleranzahl herrscht ein grosser Andrang, dem das Netzwerk oft nicht standhalten kann. Eine Alternative bieten TV- und DVD-Gerate, sowie ein sich in jeder Klasse befindlicher Overheadprojektor. Im Zeitalter des Internet hat eine klassische Bibliothek nicht an Bedeutung verloren. Der Griff zum Buch erspart manches lange "Surfen" und ist in vieler Hinsicht effizienter. In den Regalen befinden sich neben Nachschlagewerken und ausgewahlter Literatur auch Unterhaltsames fur "Jung" und "Alt". Damit die Schuler der Unterstufe auch am Nachmittag betreut werden, gibt es das Tagesschulheim. Hier werden die Kinder von berufstatigen Eltern verpflegt und betreut. Fur den Hunger zwischendurch stehen zwei Snack-Automaten zur Verfugung. Nach diesem kurzen Einblick in die Raumlichkeiten und Ausstattung unserer Schule, steht Ihnen die Moglichkeit offen unsere Hompage zu besuchen: siehe Bildtext. Abschliessend wollen wir noch anmerken, dass das BG und BRG Schwechat mit uber 800 Schuler kein Kleinbetrieb mehr ist, sondern sich schon langst zu einer Maschinerie entwickelt hat. Damit sind Konfrontationen und Probleme vorprogrammiert. Dennoch gelingt es der Schule den Alltag bestmoglichst zu meistern. Astrid Guger, Isabella Kassil, Eva Ullmann, Petra Dittinger, Claudia Bohme
Welche Musik horen Jugendliche in Europa? Englischsprachige Lieder sind nach wie vor am beliebtesten. Ungefahr 62% horen in ihrer Freizeit sehr haufig Musik und ca. 11% machen selbst Musik. Die beliebteste Musikrichtung uberhaupt ist Rap und Hip Hop, knapp gefolgt von Rock und Pop. Kaum gehort werden Folkmusic und Klassik. Aber wo geht man in der Umgebung Schwechat hin, um Musik zu horen? In den Stand up Club Fischamend! Dies ist nach wie vor einer der beliebtesten Treffpunkte fur Jugendliche und Musikliebhaber. Die Musikrichtungen der dort auftretenden Bands reichen von Heavy Metal bis Reggae, doch die musikalischen Anfange machte der Jazz. Im Laufe der letzten 25 Jahre traten im Stand up Club eine Vielzahl an Interpreten auf. Unter ihnen finden sich beruhmte Namen wie Ostbahn Kurt, Drahdiwaberl, Opus, Erich Kleinschuster, Sigi Maron, Fetty George und viele andere. Die meisten der genannten Kunstler hatten zum Zeitpunkt ihres Auftritts im Stand up Club noch nicht den Bekanntheitsgrad den sie heute geniessen. Es fanden in den vergangenen Jahren aber nicht nur musikalische Veranstaltungen statt, sondern es wurden auch Lesungen, von gar nicht so unbekannten Personlichkeiten abgehalten, wie Peter Turrini, Michael Scharang, Gernot Wolfgruber und Ernst Hinterberger. Aber auch Kabarettisten wie Lukas Resetarits, Erwin Steinhauer oder der bereits verstorbene aber nie vergessene Otto Grunmandl gaben hier ihre Programme. Ostrock-Trophy Beliebtestes Highlight des Jahres im Stand up Club ist die Ostrock-Trophy, kurz ORT. Sie findet seit funf Jahren nicht nur in Fischamend, sondern auch in Bruck an der Leitha (Stosszeit), in Hof am Leithaberge und im Triebwerk in Wiener Neustadt statt. Das Ziel ist, junge Nachwuchsbands zu fordern und ihnen die Moglichkeit zu bieten, vor Publikum zu spielen, um ihr Konnen unter Beweis zu stellen. Dies soll jedoch kein beinharter Wettbewerb sein, sondern den Bands einfach Spass machen. Das Durchschnittsalter liegt ungefahr bei 25 Jahren. Jeder Band werden dreissig Minuten zur Verfugung gestellt. Naturlich sind Eigenproduktionen erwunscht, darum ist auch nur eine Cover-Version erlaubt. Zu gewinnen gibt es einen Aufenthalt in einem Tonstudio in dem der Band eine CD-Aufnahme oder eine Videoproduktion ermoglicht wird. Die diesjahrige ORT startet im April. Martina Hubatka, Marina Wieser, Petra Dobrovich, Birgit Gaizenauer, Rainer Krisch, Verena Baumann, Tyma Kraitt, Petra Kerschl, Silvia Dominik, Roman Mayer
Das Internet hat sich in den letzten 10 Jahren zu einem neuen Informationsmedium entwickelt. Immer mehr Leute aus aller Welt haben heutzutage einen Computer zu Hause. In der Eurospin-Umfrage stellte sich heraus, dass in Europa durchschnittlich 18,5% einen Computer sehr haufig, 34,4% ofters, 33,8% selten und 13,1% nie verwenden. Die Statistiken der einzelnen Staaten kann man aus den Lander-Diagrammen herauslesen. In Osterreich haben derzeit ungefahr 42% aller Haushalte bereits Internet. Dank World Wide Web konnen sich Menschen aller Welt miteinander unterhalten und Informationen austauschen. Durch das Internet haben auch verschiedene Programme immer mehr Popularitat erlangt. Anlasslich der Klagen gegen Napster und des Kaufs von Napster durch Bertelsmann hat die Napster Community immer mehr Bekanntheit erlangt. Napster entstand aus dem Bedurfnis der Internet-User, schneller MP3-Files (Musikdateien in einem komprimierten Format) zu finden und downzuloaden. Shawn Fanning schrieb deshalb ein Programm, Napster genannt, das dem Benutzer erlaubt, seine eigenen MP3s mit anderen Verwendern zu teilen. Seitdem wurden viele weitere derartige Programme veroffentlicht, von denen bisher allerdings keines mit Napster mithalten konnte. Im Dezember 1999 leitete die RIAA (Recording Industry Association of America) ein Verfahren gegen Napster ein. Die Klage basierte auf der Tatsache, dass Napster es Privatpersonen moglich macht, sich uber den Kopierschutz von Musiktiteln hinwegzusetzen. Die Klage musste allerdings fallen gelassen werden. Seitdem wird Napster aber regelmassig von Plattenfirmen verklagt. Napster ist mittlerweile so popular, dass innerhalb von ein paar Minuten um die 30.000 Lieder heruntergeladen werden, 87% davon als unautorisierte Kopien. Allerdings scheint dem "Traum Napster" bald ein Ende gesezt zu werden, da es erst kurzlich Napster von Bertelsmann aufgekauft wurde, was die Anderung des Programms zu einem kostenpflichtigen Service bedeuten wird. Thomas Altenburger, Tomi Fendt, Michael Frohlich, Gernot Klimscha, Gunter Slavik
Was sind die Vorlieben der osterreichischen Jugend??? Der Einfluss der modernen Medien zeigt, dass das eher altmodische Modell der Gestaltung der personlichen Freizeit nicht mehr gangig ist. War es fruher noch ublich, viel Zeit mit der Familie und beim Lesen von Buchern zu verbringen, verweilt man heute vor dem Fernseher oder verbringt die Zeit im Cyberspace! Diese Entwicklung wird durch die Umfrage des Eurospin-Projektes bestatigt. Dieser Auswertung kann man entnehmen, dass mehr als 80% der Adoleszenten regelma?ig TV-Programme konsumieren. Hingegen geben fast 2/3 der Befragten an, in Buchern nur selten oder nie zu schmokern. Aber auch die Schule hat einen massgeblichen Einfluss auf die Zeiteinteilung der sonstigen anderweitigen Aktivitaten. Mehr als die Halfte der Schuler gab an, regelmassig zu lernen. Im weiteren Verlauf wollen wir uns aber auf das Wochenende konzentrieren. Vorerst sollte man einmal erwahnen, dass fur die osterreichischen Jugendlichen ein grosses Sortiment an Aktivitaten zur Verfugung steht. Besonders beliebt sind die Lokale in der Wiener Innenstadt, beispielsweise im sogenannten "Bermuda Dreieck". Weitaus am oftesten besucht sind allerdings die grossen Diskotheken die von jeglicher Art von Jugendlichen und Junggebliebenen besucht werden und worin sie bis in die fruhen Morgenstunden zu den neuesten Hits kraftig abtanzen konnen. Hierzu muss allerdings angefuhrt werden, dass sehr viele angesehene Diskotheken wie die Nachtschicht (siehe Reportage), die Fun Factory oder der Tanzpalast den Zugang fur Personen unter 18 Jahren verwehren oder nur bedingt bis zu einer gesetzlich festgesetzten Uhrzeit erlauben. Eine weitere wichtige Moglichkeit, den Samstagabend zu verbringen, welche immer mehr im Vormarsch ist, findet man beim Kinobesuch. Diese Entwicklung wird von der Umfrage des Projektes Eurospin bestatigt, in der mehr als die Halfte der Jugendlichen angeben zumindest ofters ins Kino zu gehen. Die bevorzugten Gebaude hierbei sind hierbei das Multiplex in der Shopping-City-Sud, welches das bekannte Kino UCI beinhaltet oder das Donauplex. Darin haben die Jugendlichen nicht nur die Moglichkeit, sich einen Film zu Gemut zu fuhren, sondern sie treffen auf sehr viele Spielhallen, Discos, Restaurants oder Bars aller Art, in denen ihre Anforderungen und Wunsche ohne Ausnahme erfullt werden. Leider Gottes gibt es auch einen grossen Kritikpunkt an der Sache, namlich die nicht wirklich vorhandene Chance, diese Orte von ausserhalb der Stadt mit den offentlichen Verkehrsmitteln zu verlassen. Wer nicht in der Stadt wohnt, verweilt dann meistens in kleineren unbekannten Diskotheken am Stadtrand. Auf jeden Fall eine Rolle spielen auch die Finanzen. Ohne rund 500 Schilling in der Tasche zu haben, ist es einem Jugendlichen heutzutage fast nicht mehr moglich, einen Samstagabend zu verbringen, da in den Diskotheken oder Bars sehr oft uberhohte Preise vorgefunden werden. Wenn man diese Preise bedenkt, ist es umso erstaunlicher, dass trotzdem mehr als 2/3 der Jugendlichen kein Problem haben, dieses Geld aufzubringen. Deshalb ist es auch selbstverstandlich, dass manche Jugendgruppen es vorziehen sich zu Hause zu entspannen oder private Parties zu veranstalten, die weniger auf die Geldborse gehen. Zuletzt wollen wir noch den jahreszeitlich bedingten Unterschied der Veranstaltungen erwahnen. Wahrend das junge Volk im Sommer sehr oft auf Feuerwehrfesten, Landjugendparties oder auf dem Donauinselfest, dem grossten Freiluftevent Europas, anzutreffen ist, sieht man sie im Winter vorherrschend am Wiener Christkindlmarkt oder auf diversen Adventmarkten mit bekannten Punschstanden. Nachtschicht : Zentrum der Nacht Die Nachtschicht hat eine Flache von 2000 Quadratmetern und ist der Inbegriff fur Party, Show und Nachtleben. Eine Viertel-Million Besucher zahlt Osterreichs Discotempel Nr.1 in seinen Standorten Wien, Graz, Linz, Salzburg und St.Polten jedes Monat. Die Nachtschicht bietet ihren Gasten mehr als nur eine Variante von musikalischer und stimmungsmassiger Unterhaltung: "Drei in einem" heisst das Erfolgsrezept. Wahrend sich die Freaks im klassisch-romisch eingerichteten PALAZZO zu den heissesten Clubtunes die Seele aus dem Leib tanzen, bringt der DJ die partyhungrige Menge in der rustikal nach dem Skihuttenmodell geschaffenen MAUSEFALLE bis fruh in die Morgenstunden zum Tanzen und Mitsingen. Ganz anders dagegen die SOULBAR, inmitten einer Atmosphare ganz im Can-Can Stil der 20er Jahre. Weitere Bars befinden sich im geraumigen Eingangsbereich. Die Nachtschicht liefert ihren Gasten ein grosses Angebot an internationalen Grossen wie David Copperfield, Domn Low oder die Vengaboys. Ausserdem gibt es Spezial-Events mit Live Performances: Men Strips, Schaumparties, Single Nights, Hip-Hop Clubbings,... Neben einer Grossbildleinwand (4x4Meter) und 6 Videoleinwanden zu je 2 mal 1,5 Meter befinden sich 20 TV-Monitore im gesamten Discothekenbereich. Ausserdem kann die Nachtschicht fur Veranstaltungen gemietet werden (z.B. fur Firmenfeiern, Prasentationen,...). Die Nachtschicht bietet eine vielfaltige und hochmoderne Technik fur die akustische und visuelle Gestaltung personlicher Veranstaltungen. Die Wiener Diskothek Nachtschicht ist offentlich gut zu erreichen, da sie sich im sogenannten Donauplexx befindet. Ausserdem stehen ausreichend Parkmoglichkeiten und Taxistande direkt vor dem Eingang zur Verfugung. Andrea Fleischmann, Christoph Korherr, Thomas Liesbauer, Thomas Tretzmuller
Erwahnt man das Wort Berufschancen, denken viele Leute immer nur an eine Lehre. Dass es noch andere, weiterfuhrende Ausbildungszweige gibt, wird oft vergessen. Allerdings soll man auch die Lehrberufe nicht ausser Acht lassen, denn gerade auf diesem Sektor "zerbroseln" jeden Tag mit einer gewissen Regelmassigkeit Vorstellungen Jugendlicher, deren Existenz in die Hande einiger Politiker gelegt wird. In Wien z.B. sind 1001 Jugendliche als arbeitslos gemeldet, ein Zuwachs von 8,8% gegenuber dem Vorjahr. In Burgenland gibt es derzeit 173 arbeitslose Jugendliche (+10,9% gegenuber 1999). Man muss jedoch anmerken, dass im landlichen Raum die Arbeitsmarktsituation eine andere ist, als in den Ballungszentren. Au?erdem ist in den Grossstadten die Industrie naturgemass starker vertreten. Die Nachfrage nach Lehrstellen ist im Alter zwischen 15 und 17 Jahren am starksten. Die meisten Lehrstellensuchenden absolvierten die Pflichtschule, einige haben keine abgeschlossene Schulbildung und der geringe Rest besuchte hoher bildende Schulen. Generell kann man behaupten, dass Jugendliche, die die Chancen einer hoheren Ausbildung wahrnehmen, sich ihrer Moglichkeiten sehr wohl bewusst sind. Immer mehr Studienberechtigte drangen auf die Universitaten, moistens ergattern danach nur die Besten die oft wenig vorhandenen Jobs. Vor allem auf Fachhochschulen ist ein "versteckter" Numerus Clausus zu finden, da vor allem die Wirtschaft, die diesen Ausbildungszweig ins Leben gerufen hat, nur absolut qualifizierte Absolventen in den Arbeitsprozess eingliedern will. Ein weiterer Stolperstein, um zu diesen Schulen Zutritt zu finden, ist die Tatsache, dass v.a. Fachhochschulen oftmals hohe Nebenkosten wie Jahresgebuhren und Lehrmittelbeschaffung mit sich bringen. Auch die in Zukunft zu entrichtenden Studiengebuhren werden es vor allem den sozial Schwacheren erschweren, eine Universitat zu besuchen. Naturlich kann man durch diverse Nebenjobs das Studium finanzieren, die Studiendauer droht sich jedoch zu verlangern. Ein Gutteil der Studenten (ca. 40%) muss jetzt schon neben dem Studium arbeiten, um z.B. die eigene Wohnung zu finanzieren. Viele haben auch schon Familie und die wird, betrachtet man gangige Trends, immer teurer. Allerdings werden durch solch eine Ausbildung die Chancen auf einen besser bezahlten Job entscheidend erhoht. Auch der gesellschaftliche Druck ist nicht zu ubersehen. Viele sehen die Lehre als Scheitern an vorgegebenen Normen. Wer weisst, vielleicht herrschen bei uns in einigen Jahren "japanische" Verhaltnisse vor (Beispiel Erfolgsdruck), das Fundament ist auf alle Falle schon gelegt. Durch den EU- Beitritt Osterreichs mutiert die "Insel der Seligen" immer mehr zu einem Standort, der durch internationale Statistiken gepragt und verandert wird. In vielen Berufen mit hoherer Ausbildung ist es oft unausweichlich, in andere Lander zu ziehen. Auch die alte Norm vom gleichen Arbeitsplatz bis zur Pension ist haufig nicht mehr gultig. Einer Umfrage unter 459 Jugendlichen zufolge, wurden sich 29% nicht daran sto?en, im EU-Raum zu arbeiten, 38,1% konnten sich vorstellen, in Nordamerika eine Existenz aufzubauen. Bei der Frage, ob die EU einen hoheren Konkurrenzdruck am Arbeitsmarkt hervorruft, gehen die Meinungen auseindander, 44,4% sind der Meinung, die europaweite Konkurrenz macht es schwieriger, Arbeit zu finden, wahrend 40,5% die gegenteilige Meinung vertreten.
Wir haben auch einige SchulerInnen, die unmittelbar vor der Matura stehen, uber ihre Berufswunsche befragt. Martina F. wurde gerne Okologie studieren, weil ihr der Umweltschutz am Herzen liegt . Ihr Ziel ist es im Bereich der Forschung tatig zu sein. Andrea F. mochte nach der Matura gleich voll in das Arbeitsleben einsteigen. Ihr Wunsch ware es, eine Stelle am Flughafen zu bekommen. Sie wurde aber auch einen Beruf im sozialen Bereich nicht ausschliessen. Thomas T. bevorzugt ein Publizistik-Studium, um seinen Traumberuf Journalist oder Sportreporter verwirklichen zu konnen. Weiters muss man erwahnen, dass er sehr optimistisch eingestellt ist. Auch eine Politikkarriere ist nicht auszuschliessen. Vera G. strebt ein Jus-Studium an. Ihr Berufswunsch ist es, sich auf das internationale oder europaische Recht zu spezialisieren. Ihr Ziel ist die Mitarbeit in einer weltweiten Organisation oder der EU. Sie glaubt, gute Sprachkenntnisse verbessern ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Juggendliche im shopping fieber Eine heutzutage immer beliebter werdende Freizeitbeschaftigung Jugendlicher ist das Einkaufen. Diese Aussage wird durch die Auswertung des Eurospin-Fragebogens bestatigt. Etwas mehr als ein Drittel der befragten Jugendlichen gab an, in der Freizeit sehr haufig bzw. Ofters einen Einkaufsbummel zu unternehmen. Lediglich schlappe 6,5% behaupteten, dass sie die fur manche Jugendliche immer wichtiger werdende Freizeitbeschaftigung Einkaufen verschmahen. Eine von uns personlich durchgefuhrte Blitzumfrage auf der Mariahilferstrasse fuhrte uns zum gleichen Ergebnis. Unter allen Befragten gaben lediglich 1,5% an, nicht gerne einkaufen zu gehen. Als bevorzugte Einkaufslocations wurden hauptsachlich die Mariahilferstrasse, die SCS, das Donauzentrum und die Kartnerstrasse genannt. Mehr als die Halfte der Interviewten achtet besonders beim Erwerb von Markenartikeln auf Sonderangebote. Bevorzugt geben Jugendliche ihr Geld fur Kleidung und CDs aus. Es muss wohl nicht erwahnt werden, dass wir unserem Hobby jedoch nur nachgehen konnen, wenn die entsprechenden Moglichkeiten vorhanden sind. Diese Uberlegung veranlasste uns dazu, einen kurzen Blick auf die Einkaufsmoglichkeiten in unserer Schul-Stadt zu werfen. Wo konnen Jugendliche wie wir ihrer Freizeitbeschaftigung Einkaufen in Schwechat nachgehen? Bei der Suche nach den passenden Geschaften haben wir uns naturlich auf die Interessen Jugendlicher konzentriert (d.h.vorwiegend Kleidung, Kosmetik, Elektronik, Sportartikel,...). Nun machen wir einen kleinen Einkaufsbummel durch die Industriestadt Schwechat: Unsere erste Station ist naturlich das Schwechater Einkaufszentrum. Wenn man sich hier Klamotten kaufen mochte, hat man die grosse Qual der Wahl zwischen zwei Geschaften (Turek, Schops). Ansonsten haben wir im Schwechater EKZ noch ein Schuhgeschaft, einen Bipa, einen Niedermeyer, einen Libro und zwei Sportfachgeschafte. Naturlich findet man hier noch einige andere kleinere Geschafte (ca.20) aber diese sind fur uns Jugendliche nicht so sehr von Bedeutung. Entlang der Wiener Strasse und am Hauptplatz findet man ebenfalls jede Menge kleinerer Geschafte und Privatboutiquen, welche aber vorwiegend Mode fur die altere Generation anbieten und fur die junge Geldborse. Wie man nun leicht feststellen kann, fehlt es hier in Schwechat an Geschaften, welche die junge Generation ansprechen (vor allem Kleidung!). Aufgrund dieser Tatsachen begeben sich viele Jugendliche aus Schwechat in die nahere Umgebung (Wien sei Dank!!!) um ihrer liebsten Freizeitbeschaftigung nachzugehen. Die nachstliegende Moglichkeit ist der 11.Wr.Bezirk bzw. Hauptsachlich das Simmeringer Einkaufszentrum. Doch da wir auch bis nach Simmering keine direkte Verbindung haben, mussen wir zuerst den Bus aus Schwechat nehmen und dann konnen wir ab Zentralfriedhof mit der Strassenbahn die Simmeringer Hauptstrasse entlangfahren. Hier finden wir auch zahlreiche kleinere Geschafte, die aber ebenfalls hauptsachlich Mode fur Erwachsene und fur die grosszugige Geldborse anbieten. Besorgniserregend ist, dass die Anzahl der Geschafte fur junge Konsumenten in unserer Gegend immer mehr abnimmt. Unser nachster Shoppingtrip fuhrt zum Simmeringer Einkaufszentrum. Hier finden wir drei bis vier moderne Klamottenladen, die bei den Jugendlichen sehr beliebt sind. Eine zweite Einkaufsmoglichkeit in Simmering ist das Huma-Einkaufszentrum in Kaiserebersdorf, das grosste Fachmarktzentrum Osterreichs. Hier findet man eine grosse Auswahl an Klamotten (H&M, New Yorker,...), Elektronik (Media Markt), Kosmetik, ... usw. Da das Huma-EKZ aber ziemlich am Stadtrand Wiens liegt, ist es fur uns junge Schwechater eine echte Uberwindung, mit den offentlichen Verkehrsmitteln dorthin zu fahren. Nur um ein bisschen zu bummeln, mussen wir gleich einen ganzen Tagesausflug mit den Wiener Verkehrsmitteln unternehmen! Da verliert man schon ab und zu die Nerven und dann wunscht man sich nichts sehnlicher als z.B.einen H&M in unserer schonen Stadt Schwechat!!! Die Mariahilfer Strasse im 6./7.Bezirk ist eine der Einkaufsstrassen Wiens, die mit den offentlichenVerkehrsmitteln von Schwechat aus leicht zu erreichen ist. Man fahrt mit der S7 bis Wien Mitte und nimmt dann die U3. Sie ist wohl eine der langsten Einkaufsstrassen in Wien, denn ihre komplette Lange betragt ca. 4km. Die Einkaufsstrasse alleine ist 1,8km lang. Auf der Mariahilfer Strasse herrscht grosser Andrang von Jung und Alt. Dem Einkaufsrausch sind keine Grenzen gesetzt. Von der teuersten
Markenware bis zum Second-Hand-Shop ist alles vertreten. Fur Jugendliche
herrscht ein reges Angebot von Freizeitkleidung bis zum Abendkleid. Die
bekanntesten Modegeschafte fur Jugendliche sind vermutlich H&M, Orsay,
Pimkie... Ebenfalls befindet sich ein zweistockiges Einkaufszentrum auf
der Mariahilfer Strasse, das Generali-Center. Das Markenzeichen dieses
Einkaufszentrums sind die Fuss-und Handabdrucke von beruhmten Sportlern
und Schauspielern (z.B. hat sich auch Arnold Schwarzenegger dort verewigt). Es ist wohl kaum moglich, dass man an einem Tag das reichhaltige Angebot dieser Einkaufsstrasse ausschopfen kann (au?erdem ist auch einmal die Geldborse erschopft!!). In den letzten Jahren hat sich die Gegend rund um den 22.Bezirk stark verandert. Zahlreiche neue Bauprojekte wurden in die Tat umgesetzt. Vor allem etliche Wohnhausanlagen wurden gebaut. Um dieses neue Siedlungsgebiet fur die Leute attraktiver zu machen, wurden auch einige Unterhaltungs- und Einkaufszentren in die Landschaft gestellt. Unter anderem gehoren dazu das Donauplex und das Cineplexx. Das altere Donauzentrum wurde bzw. wird erneuert. Alle diese Einrichtungen liegen nahe der U-Bahn, so konnen sie auch von Nicht-Wienernleicht besucht werden. Doch die erhofften Gewinne bleiben im Moment noch aus. Besonders die zahlreichen Kinosale sind meist leer oder nur massig gefullt. Ein Vorteil sind aber die Parkmoglichkeiten. Jedes dieser neuen Einkaufszentren hat ein eigenes Parkhaus mit entweder sehr niedrigen oder gar keinen Parkgebuhren. Weitere Einkaufsmoglichkeiten findet man im Herzen von Wien, genauer gesagt: auf der bekannten Kartnerstrasse, vor. Durch die Schnellbahn und eine anschlie?ende Benutzung der U-Bahn ist die Wiener Innenstadt ohne grosse Muhe relativ schnell erreichbar. Die eindrucksvolle Kulisse des Stephansplatzes macht das Einkaufen hier zu einem besonderen Erlebnis. In der gesamten Fussgangerzone befinden sich zahlreiche Geschafte und Boutiquen. Die unzahligen Bucherladen sowie eine betrachtliche Anzahl von Antiquitatengeschaften sind hier nicht mehr wegzudenken. Auch renommierte Modedesigner wie Hugo Boss, Versace, Armani oder Gucci sind in der Wiener City prasent. Die Geschafte selbst verfugen jedoch meist uber exklusivere Waren und Angebote. Die angesprochene Kauferschicht bilden wohlhabende Einheimische sowie jene Touristen, die Jahr fur Jahr nach Wien shoppen kommen. Deshalb haben auch relativ viele Souvenirshops ihren Sitz in der City. In letzter Zeit findet man jedoch auch solche Geschafte vor, die sich an jene Kunden wenden, deren Geldtaschen nicht ganz so prall gefullt sind (wie z.B. Pimkie, H&M, Orsay,...). Eine anstrengende Shoppingtour kann man unter anderem mit der traditionellen Sachertorte im Kaffeehaus Sacher beenden. Meri Disoski, Martina Feldkirchner, Sonja Hasslacher, Monika Lovric
Klassische Musik ist unter der Mehrheit der Jugendlichen in den vier europaischen Landern Frankreich, Deutschland, Griechenland und Osterreich, die an dieser Umfrage teilnahmen, nicht sehr gefragt, oder besser gesagt: 56,4% lehnen klassische Musik vollkommen ab, 30,9% immerhin teilweise. Nun drangt sich die Frage auf, womit diese Ablehnung zu begrunden ist. Sind wir Jugendlichen (die VerfasserInnen dieses Kommentars zahlen sich zu der heutigen "kulturbanausischen" jungeren Generation) nun einfach Ignoranten der klassischen Faszination aufgrund eigenen Desinteresses? Oder liegt die Schuld bei den vorherigen Generationen, die versaumt haben, uns diese Faszination naherzubringen? Welche Rollen spielen die modernen Musiksender wie MTV und VIVA, die rund um die Uhr Pop, Rock, Techno, Rave, Rap, Hip Hop, Grunge, Heavy Metal, Hard Rock, Black Music, Punk etc. aus dem Fernseher drohnen lassen, klassische Musik hingegen vollig vernachlassigen? Da wir selbst keine zufriedenstellenden Antworten auf diese Fragen finden konnten, fuhrten wir eine Umfrage unter den MusiklehrerInnen unserer Schule (BG und BRG Schwechat) durch, die die Grunde fur die "jugendliche Klassik-Antipathie" vor allem in folgenden Ursachen sahen: * Fehlen
der Liebe zur klassischen Musik schon bei den Eltern, Trotzdem, so eine Meinung, "stossen bekannte klassische Melodien aus Radio und TV-Werbung auf immer mehr Aufmerksamkeit und positive Resonanz". Ein Grund zur Hoffnung? Abschliessend bemerkte eine Lehrerin: "Besonderen Wert lege ich in meinem Unterricht auf klassische Musik, da auch SchulerInnen dieses Spektrum der Musik kennen lernen sollen. Musik als Kulturerbe (Musikland Osterreich) sollte anhand des kompositorischen Schaffens grosser Meister bewusst werden." Vera Gattringer, Arnold Pribyl, Khatira Ziai, Veronika Abt Bilder und Text : Wo liegt der Unterschied? Es wird oft behauptet, dass sich die heutige Jugend nur auf die Medien in denen Bilder vorkommen, konzentriert. Das bedeutet, dass Kids lieber ins Kino gehen oder fernsehen anstatt Bucher oder Zeitungen zu lesen. Selbst in
Zeitungen und Buchern wird oft nur auf die Bilder geachtet ; sofern sie
vorhanden sind. Wenn nicht, wird die Zeitung nicht mit solchem Interesse
gelesen. Durch Bilder werden Jugendliche oft erst auf Artikel aufmerksam.
Im Regal beim Buchkauf wird auf die Einbande geachtet, erst spater wird
der Klappentext gelesen. Werbung basiert grosstenteils auf Bildern. Ein Grund, warum Jugendliche Bildmedien bevorzugen, ist wahrscheinlich der, dass Lesen mit der Zeit zu anstrengend ist. Es ist wesentlich anstrengender am Abend eine Stunde lang ein Buch zu lesen als sich eine Stunde einen Film im Fernsehen anzusehen. Ein weiterer Grund ist sicherlich, dass Lesen keine Gruppenbeschaftigung ist. Man kann gemeinsam fernsehen, wir konnen gemeinsam ins Kino gehen, doch es ist eher unmoglich, gemeinsam ein Buch zu lesen. Bilder sprechen Jugendliche mehr an als nur Text, da Bilder fast immer bunter und vor allem anregender sind. Wenn man die Wahl zwischen einer Zeitschrift mit vielen Bildern und einer Zeitschrift mit NUR Text hat, wird man mit ziemlicher Sicherheit die Zeitschrift mit den Bilder nehmen, weil vielleicht der selbe Text mit vielen Bildern einfach interessanter, informativer ist! Hat man ein Bild zur Verfugung, kann man sich die Begebenheit uber die berichtet wird einfach besser vorstellen! Das machen sich Werbeagenturen und Medien zunutze! So interessieren sich kleine Kinder eher fur bunte Bilder als auf den Text zu achten. Wer kennt nicht das gute alte Bilderbuch??? Bilder und Text sind nach meiner Meinung eng miteinander verbunden, da fur mich Kino und Fernsehen genauso zum Leben gehoren wie Bucher. Hierzu vielleicht eine informative Statistik: Die Fernsehgewohnheiten
der OsterreicherInnen Madeleine Geibel, Arno Rottal und Christopher Beyer Samstag Abend? Na, raus, was sonst! Fur viele Heranwachsende kann das Wochenende gar nicht schnell genug kommen. Endlich mal wieder einen Abend nach einer langen und stressigen Schulwoche mit seinen Bekannten verbringen und richtig abtanzen konnen Grunde dafur sein. Einige nutzen die Zeit in den Diskotheken, um jemanden kennen zu lernen, andere wieder glauben, dass das Wochenende nur zum Betrinken da ist. In Frankreich gehen 44% regelmassig fort, in Griechenland tun dies drei von vier (76%), knapp weniger in Deutschland (70%) und in Osterreich treibt's jede/n Zweite/n regelmassig raus von zu Haus. Ob Diskotheken, Bars oder Musiklokale ? die Plane von Jugendlichen sind sehr verschieden. Einige verbringen ihren Samstagabend am liebsten ganz privat mit Freunden, andere gehen auf Konzerte ihrer Lieblingsbands oder besuchen an einem Abend gleich mehrere Lokale. Dass Jugendliche an den Wochenenden den Wunsch verspuren am Abend wegzugehen, ist keine Neuigkeit, doch es ist gar nicht so einfach, wie es klingt. Eines der Probleme bilden die Eltern (wie konnte es anders sein?!) Entweder das Fortgehen wird ganz untersagt oder so stark verkurzt, dass man gleich zu Hause bleiben kann. "Ich habe Stress mit meinen Eltern, weil ich so fruh zu Hause sein muss!" Wer kennt das nicht? Wie die folgende Statistik beweist, trifft das nur auf wenige Jugendliche zu. Im Rahmen des Eurospin-Projektes haben die Antworten der befragten Leute ergeben, dass es in Deutschland, Frankreich, Osterreich eher selten vorkommt, gerade mal in Griechenland machen einige Eltern deshalb Arger. Doch auch die Verkehrsverbindungen konnen Jungendlichen einen Strich durch die Rechnung machen. Taxis sind zu teuer, Busse fahren um diese Zeit nicht, mit Freunden mitfahren wird von den Eltern verboten, da es zu gefahrlich sei, und wer will schon von seinen Eltern bis vor die Tur der Disco gebracht werden? Weiters konnte es auch Schwierigkeiten geben, weil man noch zu jung ist, um in die gewunschten Clubs reinzukommen. Das trifft jedoch eher auf die Minderheit zu, da die Alterskontrollen nicht so oft durchgefuhrt werden oder man sowieso schon alt genug ist, um in Diskotheken hinein zu durfen. In Deutschland mussen rund 40% draussen bleiben, in Frankreich 30%, in Osterreich jeder vierte Befragte und in Griechenland haben nur 14% Probleme mit den Turstehern. Gefahrlich kann ein Discobesuch eigentlich nur werden, wenn man irgendwelche Drogen, wie Ecstasy, zu sich nimmt. Aber auch Raufereien, die meist nur wegen einer Kleinigkeit beginnen, konnen bose enden. Ein Streitpunkt, der allgemein bei Jugendlichen auftaucht, ist der Musikgeschmack. Pop, HipHop, Techno, Punk ? die Entscheidung in welche Bar man geht ist gar nicht so einfach und auch fur die DJs ist es schwierig, fur alle Gaste etwas Passendes zu bieten. Es gibt Eltern, die die Sache mit dem Nachhausekommen nicht so streng sehen und wenn es mehrere Moglichkeiten zum Fortgehen in der Nahe gibt und man die anderen Probleme beseitigen kann, steht einem perfekten Wochenende nichts mehr im Weg. Carina Dampf und Patrick Geibel Wer braucht wann warum wieviel? Wer hat ihn nicht, den chronischen SGM-Virus? Schwerer Geld-Mangel ist eine Krankheit, deren Symptome besonders bei Jugendlichen verstarkt auftreten. Naturlich bestehen sogar hier Moglichkeiten der Vorbeugung. Gleich an dieser Stelle mochte ich mich an alle Eltern wenden. Bitte nehmen Sie sich das zu Herzen. Liefern Sie Ihre Kinder nicht dem SGM aus, indem Sie ihnen zu wenig Taschengeld geben! Die Heranwachsenden wiederum mussen lernen, mit den verfugbaren Mitteln auszukommen und nicht etwa fur unnotigen Schnickschnack zu vergeuden. Untersuchungen von EUROSPIN haben ergeben, dass nahezu die Halfte der Jugendlichen mit ihrem Taschengeld zufrieden ist. Nur 3.7% benotigen zusatzliche finanzielle Spritzen. Offenbar gibt es also ein Auskommen mit dem Einkommen. Zusatz-Cash erwunscht Ob wochentlich, monatlich oder taglich ? die Unterschiede zwischen dem was die Jugendlichen bekommen sind enorm. Einen nicht kleinen Vorzug haben jene, deren Grosseltern oder andere Verwandte sehr spendabel mit den begehrten Scheinen umgehen. Die Liste der Sachen, die vom Taschengeld gekauft werden, ist endlos. Hauptsachlich besteht sie allerdings aus CDs, Kleidung, Zeitschriften, Sussigkeiten und leider auch Zigaretten. Manche verdienen sich durch Babysitten und ahnliche Dienste noch ein paar Schilling dazu. Wofur geht das Geld nun eigentlich floten? Das meiste gibt man und frau beim Ausgehen aus. Sei es fur das Kino, die Disco, ein Billardcafe, Mc Donald's oder den Sportplatz ? wenn niemand zu finden ist, der jemanden einladt, kommt die gahnende Leere in der Geldborse bedrohlich nahe. Uns armen, jungen Menschen wird das Geld regelrecht aus den Taschen gesogen. Ein Discobesuch kostet durchschnittlich an die zweihundert Schilling inklusive ein oder zwei Getranken. Stehen dem 16-jahrigen Schuler Richard Armer pro Woche genauso viel zur Verfugung, kann er sein Geld schon einzig und allein in die Disco investieren, sofern er sich gerne dort aufhalt. Sollte er mit Freunden hingehen wollen, muss er sich mit ihnen verabreden. Leider kann er sie aber nicht anrufen, weil er kein Guthaben mehr auf seinem Handy hat. Armer Richard steckt nun in einer Zwickmuhle, die er wohl oder ubel nur durch einen kleinen Job oder eine Aufbesserung seines Taschengeldes meistern kann. Billige Alternativen Lesen, Schreiben, Fernsehen, Internet: Heutzutage hat man die Qual der Wahl. Bequem und locker kommuniziert man von zu Hause aus mit dem Rest der Welt. Am besten uberredet man die Eltern, dafur ihr Gespartes zu opfern. Es ist sicherlich nicht so schwer, sie davon zu uberzeugen, wie praktisch und lehrreich das Internet doch sein kann. Die einzige Gefahr besteht darin, dass man sie dann plotzlich nicht mehr vom Computer weglotsen kann, wenn man ihnen endlich erklart hat, wie man mit der Maus geht und wo man die Adresse eintippt. Im Kino kann man einige Stunden der harten Realitat entfliehen, naturlich nicht gratis. Ohne Knabberzeug darf man auch hier mit hundert Schilling weniger rechnen. Billardcafes, Pubs und Ahnliches sind gemutliche Orte zum Entspannen. Es geht nicht allzu sehr ans Geld, wenn man nicht den ganzen Tag dort verbringt. Beim auswartigen Essen ist von Fast Food bis hin zu romantischem Dinner alles moglich, sofern man die finanziellen Mittel dazu hat. Vor einem Besuch im Fitnesscenter sollte man sich unbedingt informieren, wie viel es in anderen Centern kostet und was angeboten wird. Denn die Preise sind ausserst verschieden und manchmal alles andere als billig. Inline-skaten, Rad fahren und diverse andere Sportarten sind praktisch. Einmal Ausrustung kaufen und schon kann es losgehen. Wenn man sich gut organisiert, ist Vieles nicht ausgeschlossen. Ebbe in der Sparkasse ist nicht der Weltuntergang, sondern bedeutet bloss einige Zeit keine Disco, kein Kino oder keinen Abstecher ins nahegelegene Restaurant. Auf Regen folgt Sonnenschein und auf eine leere Geldborse hoffentlich eine prallvolle... Sanja
Bonic, Ronald Sedlaczek |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||